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Heimspiel

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Letztes Heimspiel vor den Play-Offs





Langsam aber sicher steigt im Weißenhorner Basketballlager die Vorfreude auf die Play-Offs, die für die Panthers am ersten Märzwochenende (5. und 6. März) mit einem Auswärtspiel bei einem Vertreter der ProB Nord beginnen. Bis es endlich soweit ist, gilt es für die Fuggerstädter, sich eine so gute Ausgangsposition wie möglich zu erkämpfen. Nach der Niederlage in Frankfurt möchte die BG Illertal- Weißenhorn am kommenden Sonntag den sechsten Tabellenplatz mit einem Heimsieg gegen den Tabellenfünften TV Langen verteidigen, Spielbeginn in der Dreifachturnhalle ist um 17.30 Uhr.



Schaut man sich den Ergebnisüberblick der bisherigen Weißenhorner Spiele an, kann man sehr schnell eine bestimmte Gesetzmäßigkeit feststellen: Gegen alle Teams, die in der Tabelle hinter den Panthers stehen, zog sich die Truppe von Trainer Uwe Sauer meistens gut aus der Affäre und konnte mindestens ein Spiel für sich entscheiden. Dagegen bekleckerte sich die BGIW gegen Teams der oberen Tabellenhälfte nicht gerade mit Ruhm, bis dato stehen nämlich nur Niedelagen zu Buche. Das soll sich am Sonntag endlich ändern, in der heimischen Dreifachturnhalle wollen die Panthers den dritten Heimsieg in Folge einfahren. Zwar müssen sich die Fuggerstädter gegen den ProA Absteiger Langen auf ein hartes Stück Arbeit einstellen, jedoch wissen sie auch aus eigener Erfahrung, dass die Gäste durchaus zu schlagen sind. Im Hinspiel befanden sich die Weißenhorner lange Zeit auf der Siegesstraße, führten viereinhalb Minuten vor Spielende bereits mit 80:71, scheiterten aber am Ende an der fehlenden Cleverness und Erfahrung. Großen Anteil am glücklichen Langener Sieg in der Hinrunde hatte der amerikanische Point Guard Nate Drury, der 24 Punkte beisteuerte und mit einem Schnitt von 16,0 Punkten pro Partie den zweiten Platz in der Scorerliste der Hessen einnimmt. Die meisten Punkte (16,6 PPG) macht der australische Center Auryn MacMillan, der zudem durchschnittlich auf 6,7 Rebounds kommt. Der bekannteste Spieler in Reihen der Giraffen ist aber mit Sicherheit Marco Völler, dessen Vater Rudi Völler unter anderem 1990 mit Deutschland Fußball- Weltmeister wurde, von 2000 bis 2004 als Teamchef der Nationalmannschaft fungierte und derzeit beim Bundesligisten Bayer 04 Leverkusen als Sportdirektor arbeitet. Mit 11,2 Punkten und 5,8 Rebounds gehört Power Forward Völler zu den großen Leistungsträgern des TV Langen, der von dem erst 31-jährigen Fabian Villmeter trainiert wird.



Während Langen am Sonntag voraussichtlich aus dem Vollen schöpfen kann, haben die Weißenhorner mit einigen Personalsorgen zu kämpfen. Allen voran wird mit Point Guard Deon McDuffie einer der wichtigsten Spieler weiterhin ausfallen, wie Trainer Uwe Sauer bestätigt: „Deon ist noch nicht fit und kann frühestens nächste Woche mit dem Aufbautraining beginnen. Teilweise konnten wir seinen Ausfall zwar gut kompensieren, aber gerade in Frankfurt hat man schon gemerkt, dass Deon unersetzlich für unser Team ist und es keine wirklichen Alternativen gibt.“ Darüber hinaus könnte es auf den großen Positionen Probleme geben, weil Center Michael Wenzl mit den Ulmer Basketballern die Auswärtsfahrt nach Göttingen antreten wird und Forward Ed Williams nach wie vor aufgrund von Knieproblemen nur bedingt einsatzfähig ist. Trotz des Personalengpasses glaubt Sauer an eine realistische Chance für einen Heimsieg: „Wir haben uns zu Hause in letzter Zeit immer teuer verkauft und spielerisch überzeugt. Gegen Langen wird es jedoch nicht ausreichen, wenn nur drei oder vier Spieler ihr Leistungsmaximum abrufen.“ Die ganze Mannschaft wird also gefordert sein und jeder Spieler sollte auch im eigenen Interesse zeigen, was er zu bieten hat. Uwe Sauer: „Natürlich machen wir uns bereits jetzt Gedanken, wie es nächste Saison weitergehen soll. Wir werden jeden Einzelnen genau unter die Lupe nehmen und dann entscheiden, wer in der nächsten Saison weiterhin im Weißenhorner Trikot auflaufen darf.“



Genauso wie der Trainer plant auch der Vorstand der Weißenhorner Basketballer schon für die kommende Spielzeit 2011/2012. Dann möchten die Fuggerstädter zusammen mit Kooperationspartner ratiopharm Ulm von neuem angreifen und zum ersten Mal in ihrer Vereinsgeschichte um die oberen Tabellenränge der 2. Bundesliga ProB mitspielen. Damit die BG Illertal-Weißenhorn mittelfristig den ProA-Aufstieg anpeilen kann, benötigt sie nicht nur ein starkes Umfeld, sondern ebenfalls eine Verbesserung des Hallenstandards. Ein Parkettboden ist Pflicht in der ProA, das weiß auch Vorstands-Vize Wolfgang Groer: „Wir haben die Halle in Gießen besichtigt und uns davon überzeugt, dass das Verlegen des Parketts kein Kunststück ist und relativ schnell über die Bühne geht.“ Ein Parkettboden für die Weißenhorner Halle ist aber nicht das Einzige, was sich Groer zusammen mit seinen Kollegen für die nächsten Jahre vorgenommen hat. Als allererstes soll bereits in naher Zukunft ein neuer Internetauftritt realisiert werden, außerdem wird in der neuen Saison das vereinseigene Panthers-TV durchstarten. Bis jedoch die komplette Aufmerksamkeit auf der kommenden Saison liegt, freut sich Wolfgang Groer zunächst auf ein spannendes Saisonfinale in den nächsten Monaten: „Wir haben eine gute Mannschaft und können auch in den Play-Offs einiges erreichen. Durch einen Sieg gegen Langen am Sonntag würden wir schon einmal Selbstvertrauen für die anstehende K.o.-Runde tanken.“



Heimspiel-Facts:


Die Weißenhorner Basketballfans können sich im Rahmenprogramm am Sonntag auf mehrere Auftritte einer Gruppe der Be Famous Cheer Company aus Ulm und Oberelchingen freuen. Des Weiteren wird in der Halbzeitpause die Tanz AG der Grundschule Süd ihr Können zeigen.

Einem unterhaltsamen Basketballabend steht also nichts mehr im Wege!


Auf einen Blick:


– 21. Spieltag 2. Basketball-Bundesliga: BG Illertal-Weißenhorn – TV Langen


– Spielort: Dreifachturnhalle Weißenhorn


– Datum: 20.02.2011


– Spielbeginn: 17.30 Uhr





Text: Matthias Sauter