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Heimspiel

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Gelungener Saisonstart für die Panthers


BCW schlägt Lich in einem verrückten Spiel mit 80 : 75

Mirko Soyer und Bastian Zinder fehlten wegen Verletzungen, Calvin Brock musste sich nach einer Tätlichkeit Mitte des zweiten Viertels verabschieden – trotzdem – mit nur sieben einsatzbereiten Spielern konnte sich der Aufsteiger gegen einen über weite Strecken enttäuschenden Pro A Absteiger verdient durchsetzen.

Der Beginn der Partie verlief aber für den Weißenhorner Headcoach Dario Jerkic alles andere als nach Wunsch. Lich erwischte in der Dreifachturnhalle vor ca. 400 Zuschauern den besseren Start und führte bis 10 Sekunden vor der Viertelpause durchgehend. Jerkic: „Am Anfang des Spiels haben wir leider viel zu wenig getroffen, wir können froh sein, dass Lich unsere Fehler nicht mehr ausgenutzt hat.“

Am Ende des ersten Spielabschnitts konnten die Panthers sogar noch ausgleichen, Johannes Betz traf mit einem Nahdistanzwurf zum 15:15. Im zweiten Viertel ging es dann deutlich turbulenter zur Sache, was jedoch nicht unbedingt mit den sportlichen Leistungen zusammenhing. Nach einem guten Auftakt der Weißenhorner (22:17 nach 6:44) standen in den nächsten Minuten hauptsächlich die beiden Schiedsrichter im Mittelpunkt des Geschehens: nach guten vier Minuten im zweiten Spielabschnitt beging der bis dato nicht wirklich überzeugende Calvin Brock eine angebliche Tätlichkeit gegen den Licher Viktor Klassen und Rolf Scholz lief auf das Spielfeld, um den aufgebrachten Viktor Klassen vor einer Überreaktion zu schützen. Die Folge: Sowohl Calvin Brock als auch Rolf Scholz wurden von den beiden Referees Graf und Walter nach intensiver Beratung disqualifiziert. Von diesem Zeitpunkt an hatte der BCW nur noch sieben Spieler zur Verfügung, was das Unternehmen Heimsieg aber nicht unmöglich machen sollte. Trotz allem wurde im zweiten Viertel auch Basketball gespielt, durch eine engagierte Leistung der verbliebenen Panthers konnte sich Weißenhorn bis zur Halbzeitpause mit 35:28 etwas absetzen.

Nach dem Seitenwechsel folgte das erfolgreichste Viertel aus Weißenhorner Sicht. Die Nervosität konnte endlich abgelegt werden, das Spiel war nicht mehr so zerfahren wie in der ersten Halbzeit und die Panthers konnten begünstigt durch einen 11-0 Run ihre Führung ausbauen. Ralph Schirmer, Frank McCollum und Marco Schlafke drehten nun auf, am Ende des dritten Viertels führte der BCW folgerichtig mit 62:53.

Dennoch gelang es nicht, die Licher auf Distanz zu halten. Im Gegenteil: das Spiel wurde nochmals extrem spannend, Lich kam auch dank den Dreiern von Ronel Wooten zurück in die Partie. 59 Sekunden vor Spielende führten die Gäste mit 75:73, doch jetzt unterstrichen die Panthers ihre Pro B Tauglichkeit, Frank McCollum traf aus der Distanz und Ralph Schirmer verwandelte in den letzten Sekunden seine vier Freiwürfe cool und sicher.

Das Spiel war zu Ende, die ganze Dreifachturnhalle stand Kopf und Dario Jerkic war hoch zufrieden mit seiner Mannschaft: „Wir haben heute das Unmögliche möglich gemacht und Lich technisch und taktisch geschlagen. Lich hatte große Probleme mit unserer Umstellung von Mann -auf Zoneverteidigung, das war der Schlüssel zum Erfolg.“ Auch Mannschaftskapitän Tobias Waitzinger war begeistert vom Weißenhorner Pro B Einstand: „Wir haben einfach viel cleverer gespielt als Lich, jeder hat hart für den Sieg gekämpft und dank der sensationellen Unterstützung durch unsere Fans konnten wir am Ende das Spiel wieder drehen.“

Nach dem gelungenen Auftakt geht es für die Panthers nächste Woche nach Würzburg, die Franken sind ebenfalls durch einen 85:66 Erfolg in Speyer erfolgreich in die neue Runde gestartet. Spielbeginn in der S - Oliver Arena ist am nächsten Samstag um 19.00 Uhr.

Punkteverteilung: BC Weißenhorn
Johannes Betz (26 P.), Ralph Schirmer (20 P.), Marco Schlafke (17 P.), Frank McCollum (11 P.), Tobias Waitzinger (2 P.), Calvin Brock (2 P.), Florian Möbius (2 P.), Mario Simic

Die Topscorer bei den Licher Basket Bären:
Peer Wente (19 P.), Pedja Lazic (15 P.), Ronel Wooten (15 P.)

Bericht: Matthias Sauter