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BC Weißenhorn zu Gast bei einem Ex - Bundesligisten


Nach dem erfolgreichen Auftakt gegen den Pro A Absteiger Lich steht am kommenden Samstag das erste Auswärtsspiel für die Panthers an. Dabei geht es in die Stadt, die eine wirklich glorreiche und erfolgreiche Basketball-Vergangenheit hinter sich hat, nämlich nach Würzburg. Von 1997 – 2005 waren die Baskets in der 1. Basketball-Bundesliga aktiv, Spieler wie Dirk Nowitzki oder Demond Greene liefen schon für die Unterfranken auf. Doch dann kam der tiefe Fall: 2005 stieg man ab, es drohte die Insolvenz, die Lizenz wurde abgegeben. Das Comeback feierte der Würzburger Basketball im Jahr 2007: die Lizenz kam wieder in den Besitz der Würzburger, vergangene Saison feierte der Verein ungeschlagen den Aufstieg in die Pro B.

Der Basketball ist also wieder zurück in Würzburg und die Verantwortlichen haben sich ehrgeizige Ziele gesteckt, um an die gute alte Zeit anknüpfen zu können. Möglichst schnell soll der Aufstieg in die Pro A realisiert werden, am besten gleich diese Saison. Damit dem großen Ziel Nachdruck verliehen wird, wurde ein Team zusammengestellt, dass nach Meinung von BCW-Coach Dario Jerkic ganz oben mitspielen wird. Sieben Spieler aus dem Aufstiegskader konnten gehalten werden, dazu wurden mit Jorge Schmidt (zuletzt MBC, Guard), Dimitry McDuffie (zuletzt Osnabrück, Forward), Dominik Schneider (zuletzt Bamberg / Nürnberg, Forward) und Marco Radulovic (zuletzt Essen, Guard) gleich vier Spieler mit Ligaerfahrung verpflichtet. Aber auch die Würzburger blieben in den letzten Wochen nicht vom Verletztungspech verschont: So werden Marco Radulvic und Publikumsliebling  Monty Rogers wohl am Samstag ausfallen, dafür werden die beiden US-Guards Jejuan Plair und Al Elliot, der übrigens schon in der Saison 2005 / 2006 für den BCW spielte, auflaufen.

„Gegen Würzburg sind wir selbstverständlich krasser Außenseiter“ stellt BCWVorstand Wolfgang Groer klar und ist sich sicher: „Wenn wir gegen diese Mannschaft, die locker in der Pro A mitspielen könnte, gewinnen sollten, wäre das eine Riesenensation.“ Ob es am Samstag zu einer Überraschung kommt, haben die Panthers natürlich zum Teil auch selbst in der Hand. Gegen Lich konnte ja bereits allen Unkenrufen zum Trotz bewiesen werden, dass der BCW in der Pro B mitspielen kann. Wenn das Team um Headcoach Dario Jerkic an die guten Leistungen aus dem 3. Viertel gegen Lich anknüpfen könnte, hätten die Panthers sicherlich auch in Würzburg eine reelle Chance.

Dass sich im Gegensatz zur Heimpremiere in Sachen Personalsituation etwas ändern wird, ist jedoch ziemlich unwahrscheinlich. Mirko Soyer hat die gesamte Woche über nicht trainiert, Bastian Zinder muss weiterhin wegen seiner Verletzung am Sprunggelenk pausieren und bei Calvin Brock muss erst abgewartet werden, wie lange er gesperrt wird. Sollte er in den nächsten Wochen fehlen, könnte evtl. ein neuer Spieler aus den USA in die Bresche springen, der sich diese Woche im Probetraining vorgestellt hat. In Würzburg müssen die Panthers aber auf jeden Fall ohne dem Neuen auskommen, da dieser frühestens nächste Woche seine Spielberechtigung erhalten könnte.

Die Würzburg-Facts:

Wie sich die Panthers in Würzburg schlagen, wird man am Samstagabend ab 19.00 Uhr in der S.Oliver-Arena sehen. Dann erwarten die Würzburger zu ihrem Comeback im Profibasketball ein volles Haus mit 3000 Zuschauern. Wer sich dieses einmalige Erlebnis nicht entgehen lassen möchte und gleichzeitig die Panthers lautstark unterstützen möchte, sollte sich am Samstag unbedingt auf den Weg nach Würzburg machen. Die S.Oliver-Arena befindet sich in der Stettiner Straße 1 in Würzburg, die Panthers-Fans treffen sich vor Spielbeginn im Fanblock der Auswärtsfans.


Bericht: Matthias Sauter