Wiedergutmachung ist angesagt
Eine Woche nach der 40 Punkte Schlappe in Würzburg steht für die Panthers das nächste Spiel in der 2. Bundesliga Pro B an, dieses mal geht es in heimischer Halle gegen den letztjährigen Tabellendritten aus der Regionalliga Nord, nämlich gegen den SC Rasta Vechta aus Niedersachsen.
Klar, dass die Panthers die Niederlage in Würzburg nicht auf sich sitzen lassen wollen und am Samstag wieder von Neuem angreifen möchten. Wolfgang Groer aus dem Vorstand: „Das Würzburg-Spiel ist abgehakt, wir schauen jetzt wieder nach vorn und konzentrieren uns auf die Partie am Samstag.“ Dann kommt ein aus Weißenhorner Sicht völlig unbeschriebenes Blatt in die Dreifachturnhalle, man weiß nur, dass Rasta Vechta gerade einmal sechs Wochen vor Saisonstart am grünen Tisch in die Pro B aufgenommen wurde, als Nachzügler für den USC Freiburg, der die Aufstiegsmöglichkeit in die Pro A wahrnahm. Gestartet sind die Niederachsen mit einer Niederlage in Wedel, am zweiten Spieltag feierte Vechta gegen die Baskets Speyer einen 92:80 Sieg. Dem ein oder anderen Basketball-Experten dürfte vielleicht der Name Lukas Dawidowski noch bekannt sein, der Power Forward spielte unter anderem schon für Bremerhaven in der BBL. Ob er jedoch in Weißenhorn zum Einsatz kommt ist fraglich, in den vergangenen Spielen fehlte er aufgrund eines Bandscheibenvorfalls. Mehr Infos über den Gegner, der übrigens wegen der langen Reise am Samstag in der Fuggerstadt übernachten wird, hat man in Weißenhorn allerdings nicht, auch BCW Headcoach Dario Jerkic konnte das gegnerische Team bis jetzt noch nicht per Video/DVD Analyse näher unter die Lupe nehmen. Die Panthers dürfen sich also auf den nächsten großen Unbekannten in der Pro B freuen, dazu Wolfgang Groer: „Natürlich wird es für uns nicht einfach, gegen ein solches Team zu spielen, aber das wird in den nächsten Monaten öfters der Fall sein. Wenn wir es schaffen, unser eigenes Spiel durchzubringen und unsere Stärken umsetzen können, muss ein Heimsieg auf jeden Fall im Bereich des Machbaren sein.“ Mut machen sollte den Panthers die Tatsache, dass Vechta im Gegensatz zu Würzburg nicht den Aufstieg sonderen den Klassenerhalt als Saisonziel nennt und deshalb wohl auch nur mit Wasser kocht.
Für das zweite Heimspiel hofft Coach Dario Jerkic natürlich auf ein Comeback der Verletzten, mit Mirko Soyer, Bastian Zinder und Johannes Betz sind schließlich in Würzburg drei enorm wichtige Spieler ausgefallen. Jerkic: „Wer einsatzbereit ist, entscheidet sich erst am Freitagabend im Abschlusstraining, da muss man einfach noch abwarten, wer bis dahin fit ist oder eben nicht.“ Insbesondere der Einsatz von Center Mirko Soyer Sicher wäre wichtig, damit man unter den Körben dominieren könnte (bei Rasta Vechta ist kein Spieler größer als 2,02 Meter). Dabei sein wird am Samstag auf jeden Fall Calvin Brock, der seine einwöchige Sperre abgesessen hat und nun heiß ist, sich vor heimischen Publikum präsentieren zu dürfen. Ira Graham, der Topscorer aus der Würzburg-Partie wird dagegen nicht mehr für die Panthers auflaufen. Er wechselte bereits unter der Woche nach Crailsheim. Ausschlaggebend wird sein, gleich zu Beginn der Partie Vollgas zu geben und dem Gegner klar zu machen, wer die Heimmannschaft ist. Groer: „Mit unseren Fans im Rücken müssen wir versuchen, an das Spiel gegen Lich anzuknüpfen und uns so schnell wie möglich wieder Selbstvertrauen zurückholen.“ Das wäre in der jetzigen Situation mehr als wichtig, zumal in den nächsten Wochen mit dem Derby gegen Ehingen und dem Pokal-Hit gegen Pro A Topteam Bayreuth große Herausforderungen auf die Panthers zukommen.
Bericht: Matthias Sauter



