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Jetzt zählen keine Ausreden mehr!




Die Zeit der Ausreden und Alibis ist bei der BG Illertal-Weißenhorn endgültig vorbei, nach sechs Niederlagen in Folge zählen ab sofort nur noch Siege. Diese sind dringend notwendig, damit die Panthers die rote Laterne so schnell wie möglich wieder abgeben können. Nachdem es gegen die vermeintlich schwächeren Vereine der Liga Niederlagen setzte, steht die Weißenhorner Mannschaft nun gegen die Topteams der Liga in der Pflicht. Am kommenden Samstag (20.00 Uhr) empfangen die Fuggerstädter mit der BG Bitterfeld-Sandersdorf-Wolfen den derzeitigen Tabellenführer in der Dreifachturnhalle.



Mit fünf Siegen und nur einer Niederlage ist die BG Bitterfeld-Sandersdorf-Wolfen in die neue Saison gestartet und gehört damit zu den großen Überraschungen der Liga. Als Tabellenzweiter der Regionalliga Nord feierte man in der vergangenen Runde den Aufstieg in die ProB und betrat dort zunächst einmal Neuland. Eine Eingewöhnungsphase brauchte das Team aber nicht, ohne Startschwierigkeiten ging es in Höchstgeschwindigkeit in die oberen Tabellenregionen. Insbesondere Point Guard Sascha Ahnsehl (18,7 ppg), Small Forward Frieder Diestelhorst (14,7 ppg), Power Forward Aaron Fleetwood (14 ppg) sowie Guard Omar Johnson (12,5 ppg) erwiesen sich in den bisherigen Spielen als brandgefährlich und sorgten schon für mächtig Furore in der Liga. Außerdem verpflichteten die Gäste vor einer Woche in Person von Willis Gardner einen weiteren erfahrenen Aufbauspieler, der bereits schon für Lich und Frankfurt auf Punktejagd ging. Bekannt sein dürfte einigen Weißenhorner Basketballfans auch der Coach der Gäste: Stephen Arigbabu spielte von 1994 bis 1996 beim SSV ratiopharm Ulm 1846 und holte mit dem Team den DBB-Pokal. Außerdem absolvierte der Center, der im Juli 2010 seine aktive Laufbahn beendete, insgesamt 166 Länderspiele für die deutsche Nationalmannschaft.



An Selbstvertrauen mangelt es dem Team um Stephen Arigbabu derzeit nicht – ganz anders sieht die Situation bei den Panthers aus. Nach sechs Niederlagen in Folge ist die Verunsicherung deutlich spürbar, oftmals lassen sich die Weißenhorner schon durch einfache Fehler aus der Bahn werfen. Damit der Glaube an das eigene Spiel wieder zurückkehrt, müssen Siege her. „Gefordert ist jeder Spieler, egal ob Nachwuchsspieler oder gestandener Profi“, sagt Vorstands-Vize Wolfgang Groer. Der stellvertretende Vereinschef beobachtet ganz genau, wie sich die einzelnen Spieler in der aktuelle Lage verhalten: „Man merkt, wer sich voll und ganz mit dem Verein und dessen Zielen identifiziert und wer eben nicht. Insbesondere bei unserem Center Mirko Soyer kann man feststellen, dass er die richtige Einstellung besitzt und Verantwortung übernimmt.“ Groer appelliert an alle Spieler, weiterhin die Ruhe zu bewahren und sich nicht zu sehr von außen beeinflussen zu lassen. „Jedes Unternehmen und jeder Verein macht mal eine eine schwierige Phase durch. Das ist nichts außergewöhnliches, wir werden mit Sicherheit auch wieder in die Erfolgsspur zurückfinden.“



Trotz der knappen 84:89 Niederlage in Breitengüßbach stand nach der Partie eines fest: Ein Aufwärtstrend ist erkennbar, zum ersten Mal seit Wochen überzeugten die Panthers durch
eine konsequente Verteidigung. Ein weiterer Schritt nach vorne muss am Samstagabend erfolgen, damit die Panthers dem Tabellenführer aus Sachsen-Anhalt Paroli bieten können. Coach Tobias Waitzinger weiß um die Stärken der Gäste, die „zu den qualitativ besten Teams der Liga gehören und nicht zufällig ganz oben stehen.“ Dass die Panthers als Schlusslicht auf den Spitzenreiter treffen, sieht Waitzinger als eine besondere Motivation an: „Es ist eine riesige Herausforderung, die uns reizt. Als krasser Außenseiter werden wir versuchen, Bitterfeld ein Bein zu stellen. Klar ist aber auch, dass bei uns alles passen muss und jeder Spieler an seine absolute Leistungsgrenze gehen muss.“




Text: Matthias Sauter