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Panthers wollen nachlegen



Nachdem die BG Illertal-Weißenhorn vor heimischer Kulisse inzwischen schon zwei Siege landen konnte, soll am kommenden Samstag auch auswärts nachgezogen werden. Den zweiten Auswärtserfolg möchten die Panthers bei der BG Bitterfeld-Sandersdorf-Wolfen einfahren, die derzeit auf dem fünften Tabellenplatz zu finden ist. Durch einen Sieg könnten sich die Weißenhorner für die hauchdünne 79:81 Niederlage aus dem Hinspiel revanchieren. Spielbeginn in der Ballsporthalle Sandersdorf ist um 18 Uhr.



Die Weißenhorner Basketballer können sich am Samstag auf einen langen Arbeitstag einstellen: Mehr als 500 Kilometer gilt es für die Mannschaft vor der Partie zurückzulegen, um nach Sandersdorf in Sachsen Anhalt zu gelangen. Es ist die längste Fahrt der gesamten Saison, deshalb werden sich die Panthers bereits vormittags um 11 Uhr auf den Weg machen. Aus Weißenhorner Sicht soll es allerdings keine Fahrt ins Blaue werden: „Wenn man fast 1.100 Kilometer für das Spiel auf sich nimmt, dann soll sich der Aufwand natürlich auch lohnen“, sagt Wolfgang Groer aus dem Weißenhorner Vorstand. Jedoch ist Groer bewusst, dass die 600 Kilometer vor der Partie alles andere als eine Erholung für die Spieler sind: „Normalerweise ist man nach einer fünf –bis sechsstündigen Autofahrt erst einmal richtig platt.“



Auf Herausforderungen müssen sich die Panthers aber nicht nur während der Hin- und Rückfahrt einstellen, sondern auch in der Sandersdorfer Halle. Diese ist nämlich als wahrer Hexenkessel bekannt, beim letzten Heimspiel gegen Leipzig kamen 1.000 Zuschauer und sorgten für mächtig Stimmung. Was die Weißenhorner Mannschaft sportlich erwartet, ist allerdings nur schwer einzuschätzen. Als die BGIW in der Hinrunde auf den Aufsteiger traf, war dieser die Überraschungsmannschaft der Liga und stand auf dem ersten Tabellenplatz. Inzwischen sieht es nicht mehr ganz so rosig aus, in den letzten vier Spielen setzte es vier Niederlagen. Zuletzt mussten sich die Schützlinge von Trainer Stephen Arigbabu, der von 1994 bis 1996 beim SSV ratiopharm Ulm 1846 spielte und mit dem damaligen Team den DBB-Pokal holte, gegen den unmittelbaren Weißenhorner Konkurrenten Frankfurt mit 66:78 geschlagen geben. Für Wolfgang Groer zählt der kommende Gegner trotz der kleinen Schwächephase zu den besten Teams der Liga: „Sandersdorf verfügt über eine Reihe ausgezeichneter Einzelspieler. Besonders in Erinnerung ist mir aus dem Hinspiel noch Flügelspieler Aaron Fleetwood, der mit seinen 22 Punkten und 13 Rebounds den Unterschied ausgemacht hat.“ Aufpassen müssen die Panthers außerdem auf Aufbauspieler Sascha Ahnsehl, er ist mit 15,6 Punkten Topscorer der Sandersdorfer.



„Wenn wir unsere Entwicklung so fortsetzen und verletzungsfrei bleiben, können wir mit allen Mannschaften der Liga mithalten“, so BGIW-Trainer John Staudt. Nach drei Siegen aus den letzten vier Spielen ist bei den Weißenhorner Basketballern wieder Optimismus eingekehrt. Dennoch weiß Staudt, dass spielerisch noch lange nicht alles rund läuft und dass noch viel Arbeit bevorsteht: „In Sachen Verteidigung und Rebounds müssen wir uns noch deutlich verbessern, um für die anstehenden Play-downs gerüstet zu sein.“ Zunächst gilt aber die volle Konzentration der anstehenden Partie in Sandersdorf, in der die Weißenhorner wegen des gleichzeitigen Ulmer Heimspiels gegen Bayreuth nicht in Bestbesetzung antreten können. Staudt: „Ich gehe davon aus, dass Sandersdorf eine deutliche Reaktion auf die Niederlagenserie zeigt. Die Partie wird ein echter Prüfstein für uns. Jeder Spieler muss an seine Leistungsgrenze gehen, damit wir schlussendlich mit zwei Punkten im Gepäck die Heimreise antreten können.“



Text: Matthias Sauter