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Am Ende wieder den Kürzeren gezogen


 

Wie schon am vergangenen Wochenende mussten die Weißenhorner Panthers gestern gegen ein Spitzenteam der Pro B ran und wie schon im Derby gegen Ehingen setzte es auch in Herten eine unglückliche Niederlage, die wiederum erst in den letzten Sekunden besiegelt wurde.


87:83 hieß der Endstand in der Hertener Rosa - Parks - Sporthalle, Herten konnte den sechsten Sieg im sechsten Spiel feiern, für den BCW, der ohne Ralph Schirmer und dem erkrankten Bastian Zinder antrat, war es die dritte Niederlage in der laufenden Runde. Eine Niederlage, die weh tut, vor allem, weil das Team um Headcoach Dario Jerkic bis zur Schlusssirene dem Favoriten Paroli bieten konnte. BCW - Kapitän Tobias Waitzinger: „Wir waren die ganze Spielzeit über auf dem gleichen Level wie Herten und hätten sie gestern eigentlich schlagen können bzw. müssen.“

 


In der ersten Halbzeit schenkten sich beide Mannschaften nichts, es entwickelte sich von Anfang an ein ausgeglichenes Spiel mit guten Aktionen auf beiden Seiten. Mario Simic sorgte mit seinen sieben Punkten im ersten Viertel für einen Start nach Maß für die Panthers, jedoch konnte Herten am Ende des ersten Spielabschnitts zum 22:22 ausgleichen. Auch im Folgenden konnten sich die Panthers in keiner Phase von den Löwen absetzen, wobei laut Tobias Waitzinger speziell im zweiten Viertel mehr für den BCW möglich gewesen wäre: „Wir waren klar die spielbestimmende Mannschaft und hätten bereits vor der Halbzeitpause den Grundstein zum Sieg legen können. Leider haben wir es versäumt, die einfachen Punkte zu machen, um uns von den Löwen abzusetzen.“ Stattdessen ging es hin und her, zwischenzeitlich lag Herten mit bis zu vier Punkten vorn, aber wie bereits im ersten Viertel stand zur Halbzeit mit einem 38:38 ein Unentschieden auf der Anzeigetafel.


Nach der Halbzeitpause war zunächst Herten die dominierende Mannschaft und sie konnten zum ersten Mal in der Partie die Weißenhorner etwas auf Distanz halten. Zehn Minuten vor Spielende führten die Löwen mit 68:63, was jedoch noch keine Vorentscheidung bedeuten sollte. Die Partie blieb ein wahrer Krimi, die Panthers meldeten sich eindrucksvoll zurück und lagen Mitte des letzten Viertels sogar mit vier Punkten in Front. Doch Herten konnte innerhalb von einer Minute wieder für den Ausgleich sorgen und ging kurz darauf in Führung. Auf Weißenhorner Seite folgten einige unglückliche Offensiv-Aktionen, einfache Nahdistanzwürfe fanden einmal mehr nicht den Weg in den Korb , was letztendlich die unglückliche Niederlage einleutete. Zudem mussten mit Johannes Betz, Calvin Brock und Mirko Soyer, die zusammen auf 44 Punkte kamen, in den letzten Minuten nach ihrem jeweils fünften Foul das Spielfeld verlassen. Die daraus resultierenden Freiwürfe verwandelten die Hertener sicher und souverän, die letzten Angriffsbemühungen der Weißenhorner verliefen im Sande.

 


Insgesamt können die Weißenhorn trotz der Niederlage sehr zufrieden sein mit der gezeigten Leistung, wie auch Tobias Waitzinger betont: „Wir haben gestern richtig gut gespielt, diese Leistung sollte uns Mut für die kommenden Aufgaben machen. Wenn unsere Verletzten wieder fit sind und Peter Heizer in den nächsten Tagen zum  Team stößt, brauchen wir uns wirklich vor keinem Gegner der Liga zu verstecken.“

 


Punkteverteilung:

 


BC Weißenhorn


Johannes Betz (18 P.), Marco Schlafke (16 P.), Mirko Soyer (15 P.), Calvin Brock (11 P.), Mario Simic (10 P.), Tobias Waitzinger (5 P.), Florian Möbius (4 P.), Frank McCollum (4 P.)

 


Topscorer Herten


Ahmad Smith (21 P.), Joleik Schaffrath (18 P.), Bericht: Matthias Sauter