Kurz vor Weihnachten zu Gast in Speyer
Es war das mit Abstand erfolgreichste Jahr in der Weißenhorner Basketballgeschichte – 2009 ging mit dem Aufstieg in die 2. Basketball-Bundesliga für viele Weißenhorner ein großer Traum in Erfüllung. Doch bevor es in die zweieinhalb-wöchige Winterpause geht, müssen die Panthers noch einmal ran: am morgigen Mittwochabend um 19.30 Uhr steht die letzte Partie im Kalenderjahr 2009 an, der BCW als Tabellenachter ist dann beim aktuell Tabellenvorletzten Speyer zu Gast.
Alles im allem können die Basketball-Macher in Weißenhorn hochzufrieden sein mit der bisherigen Entwicklung in der Pro B, sieben Siege und nur sechs Niederlagen nach 13 Spieltagen sind für einen Liganeuling eine beeindruckende Bilanz. Die Baskets Speyer können da nicht ganz mithalten, obwohl sie sich schon in der dritten Pro B – Saison befinden. Zwei Siege bis zum jetzigen Zeitpunkt sind nicht gerade angsteinflößend.
Eigentlich hätte der Club aus Rheinland Pfalz diese Spielzeit in der Regionalliga antreten sollen, weil sie als Tabellenletzter die vergangene Runde beendeten. Jedoch verabschiedeten sich insgesamt vier Klubs aufgrund finanzieller oder organisatorischer Probleme aus der Liga, woraus die Baskets dann schließlich Nutzen ziehen konnten. Sie durften in der Pro B bleiben, was bei dem Verein mit angeschlossenem Leistungszentrum und Basketball-Internat für große Erleichterung sorgte. Aber auch in der neuen Runde müssen die Baskets sportlich gesehen mit alten Problemen kämpfen. Wie schon in der vergangenen Saison findet sich Speyer in der unteren Tabellenregion wieder. In den ersten Partien kassierte das Team um Headoach Reiner Chromik ausnahmslos Niederlagen, bis man sich dazu entschied, noch einmal auf dem Transfermarkt nachzulegen. Shooting Guard Igor Simin und Small Forward Brendan Campbell versuchen nun, das sinkende Schiff doch noch vor dem Untergang zu retten. Mit Erfolg, Siege gegen Braunschweig und Wedel konnten seitdem eingefahren werden. Die beiden Hoffnungsträger glänzen mit tollen Statistiken und haben sich innerhalb weniger Wochen zu den Leadern des Teams entwickelt. Am vergangenen Wochenende verlor Speyer übrigens nur mit einem Punkt Unterschied in Leverkusen, die Panthers wären also gut beraten, den Gegner von der ersten Sekunde an Ernst zu nehmen.
BCW-Headcoach Dario Jerkic schätzt die Chancen am Abend vor Heiligabend 50:50 ein: „Wahrscheinlich wird die Tagesform entscheiden.“ Voraussetzung für einen Auswärtssieg wäre natürlich, dass die Panthers topfit ins Spiel gehen. Aber gerade dieser Punkt bereitet Jerkic einige Sorgenfalten: „Viele unserer Spieler müssen am Mittwoch zuerst noch ihrer beruflichen Tätigkeit nachkommen. Ich hoffe, sie sind am Abend dann nicht ausgepowert.“ Und Wolfgang Groer aus dem Vorstand fügt hinzu: „Der Termin ist wirklich sehr unglücklich, wir wären viel lieber an einem Wochenende an den Oberrhein gefahren.“ Ein Fragezeichen steht hinter Florian Möbius, der nach seiner zweiwöchigen Pause noch kein einziges mal trainiert hat. Jerkic möchte deshalb eher Bastian Zinder und Tobias Waitzinger den Vorzug geben, um sie für ihre zuletzt überzeugenden Leistungen und den vorbildlichen Einsatzwillen zu belohnen.
Bericht: Matthias Sauter



